1.18) Heilige Quellen
Wasser, Du bist die Quelle jeden Dinges und jeder Existenz.
Vedische Überlieferung
a)
Wasser ist mehr als nur Materie
Heute versucht man mit den neuesten Methoden dem »Geheimnis
Wasser« etwas näher zu kommen, denn die bisherigen »naturwissenschaftlichen«
Erkenntnisse waren mehr als dürftig. Der oberösterreichische
Erfahrungswissenschaftler und Förster Viktor Schauberger, dem wir
viele Entdeckungen verdanken formuliert dieses Wissen so:
»Wasser mag noch so intensiv mit den verschiedensten Untersuchungsmethoden
durchstöbert, in den Wasserversuchsanlagen beobachtet, gemessen und
analysiert werden. Die so zur Untersuchung gebrachte »Wasserleiche«
wird im Tageslicht nie und nimmer ihr Gesetz offenbaren können. Nur
aus den Äußerungen bewegten Wassers können einige Schlüsse
gezogen und erahnt werden. Die tieferen Gesetzmäßigkeiten sind
aber im inneren des Organismus Erde und in gebundener Form im Inneren
der Formen verborgen. 30)«
Die dynamische Überprüfungsmethode, wie lebendig Wasser ist,
hat in jahrzehntelangen Forschungen der Anthroposoph Theodor Schwenk in
seinem Laboratorium dennoch entwickelt, nämlich durch die Tropfbildmethode.
Aufgrund der dynamischen Grenzflächenbildung beim Eintropfen des
zu untersuchenden präparierten Wassers in ein spezielles Wasser bilden
sich dynamische Tropfenbilder, deren Struktur eine empirische Aussage
ermöglichen, wie lebendig ein Wasser ist. Je lebendiger ein Wasser
ist, umso strukturierter ist das Tropfenbild.
b) Der Wasserkreislauf
Wasser ist eines der Urstoffe, aus denen unsere Welt aufgebaut
ist. Wichtig für das Verständnis von Wasser, ist der Kreislauf
des Wassers von der Erde zur Atmosphäre und wieder zur Erde:
Wenn der Niederschlag zur Erde gefallen ist, beginnt es als Folge fortschreitender
Abkühlung so weit in den Boden einzudringen, bis es einen Gleichgewichtszustand
erreicht, bei dem der Druck von den oben einwirkenden Wassermassen von
den bereits tiefer gesunkenen ausgeglichen wird. Es wird dort durch die
Erdwärme aufgewärmt, verringert sein spezifisches Gewicht und
strebt wieder nach oben. Durch die Aufwärmung wird das Wasser befähigt,
Metalle und Nährsalze aufzunehmen und zu binden. Dadurch ist es zum
Teil in Dampfform übergegangen und im Inneren der Erde auf Kohle
gestoßen, was eine Reaktion gemäß der Formel C + H20
- CO + H2 ergibt; der Sauerstoff im Wasser wird vom Wasserstoff getrennt,
wobei das feuchte Wasserstoffgas mit ungeheurem Druck in Richtung Erdoberfläche
gepresst wird. Dabei wird Kohlensäure aus den durchspülten Erdschichten
freigelegt (entsäuert), die dort befindlichen Salze gelöst,
mittransportiert, und beim Durchgang durch die oberen Bodenschichten abgelagert.
Diese oberen Bodenschichten werden durch den Kühl-schrankeffekt der
Pflanzenschicht kühl gehalten. Diese Prozesse im Inneren der Erde
bilden also die Grundlage für die ständige Zufuhr von Nährstoffen
zur Pflanzenwelt, da diese ja gerade im Wurzelbereich abgelagert werden.
Das ist der normale Vorgang, der unter anderem bewirkt, dass die Vegetation
nie Mangel zu leiden hat 31).
Schauberger sagt in diesem Zusammenhang, dass das aus großen Tiefen
gepumpte Wasser demnach »unreif« ist, da es noch nicht seinen
oben beschriebenen Entwicklungskreislauf durchgemacht hat. Auf lange Sicht
gesehen wäre dieses Wasser schädlich für Mensch, Tier und
Pflanzen.
»Nur das Wasser, das von selbst aus Quellen
hervorsprudelt, ist als Trinkwasser geeignet!«
Der
Wasserkreislauf, den die Sonne mit ihrer Energie in Gang hält, wird
vollständig durch die Verdunstung der Oberflächenwasser und
der Meere erzeugt. Bei der Verdampfung befreit sich das Wasser von allen
Verunreinigungen.
Es erfolgen weitere energetische Umstrukturierungen des Wassers durch
drei Resonanzfelder (magnetisches, elektrisches und natürlich-strahlendes),
die dann die elektromagnetischen Energien und Lebensinformationen für
alle zellularen Strukturen von Mensch, Tier und Pflanze enthalten. Sie
ermöglichen Reproduktion und Wachstum. Diese Wassertröpfchen
kumulieren zum größeren Tropfen, um dann wieder in Form von
Regen, Hagel oder Schnee auf die Erde zurückzukehren. Man kann sagen,
dass in der Atmosphäre, wie im Boden, Wasser »heranreift«,
um für uns Lebewesen als lebendiges Wasser seine Aufgaben zu erfüllen.
c)
Besonderes Nass
An dieser Stelle sei die Besonderheit der physikalisch-chemischen
Eigenschaften des Wassers in Erinnerung gebracht: Bei der Wasser-Molekülbildung
entstehen durch die elektrischen Eigenladungen so genannte Dipole, die
dann drei-dimensionale Netzwerke, so genannte Cluster formen. Diese Struktur
ist sehr labil, ihre Bildung und Lösung hängt sehr stark von
der Temperatur oder anderen Energieanreicherungen der Wassermoleküle
ab. Temperatur-änderungen bewirken Umbildungen der Wasserstrukturen
und damit Wechsel zwischen den Aggregatzuständen »fest«
= Eis, »flüssig« = Wasser, »gasförmig«
= Dampf und »kolloidal« 32). Diese Fähigkeit ermöglicht
die Speicherung von Informationen im Wasser. Diese Informationsaufprägung
ist bei 37,5 °C – unserer normalen Körpertemperatur –
am besten möglich.
Bei dieser kolloidalen 33) Temperatur hat Wasser alle drei Aggregatzustande!
Wasser hat weitere chemisch-physikalische Anomalien:
Wasser
müsste nach den Gesetzen der Physik bei 0°C eigentlich gasförmig
sein.
Nach den
Gesetzen der Chemie und des Periodensystems der Elemente müsste der
Gefrierpunkt bei -120 °C liegen. Tatsächlich gefriert Wasser
bei -4 °C (seiner größten Dichte), das ein Überleben
der Fische ermöglicht.
Aufgrund
seines Molekulargewichtes müsste der Siedepunkt bei -75 °C liegen.
Die kleinere
Dichte bei sinkender Temperatur des Eises - bei allen anderen Elementen
ist es umgekehrt - ermöglicht es, dass Eis auf den Wassern schwimmt.
Wasser
ist ein guter Wärmespeicher, das beim Erwärmen viel Energie
rasch aufnimmt und nur langsam wieder abgibt. Daher wirken die Weltmeere
wie eine gigantische Klimaanlage
Das Leben nimmt vollkommen teil am Stoffwechsel der Erde. Es gibt keine
Unabhängigkeit. Die Abhängigkeit von Wasser ist besonders zentral.
Der wesentliche Teil des Organismus besteht aus wässrigen Lösungen.
Beim Menschen ist 60 - 70 % des Körpergewichtes Wasser (das gleiche
Verhältnis hat die Verteilung der Wasser- und Landoberfläche
der Erde), das Innere der Zelle besteht aus 80 % Wasser. Die Zellen der
vielzelligen Organismen befinden sich in einem inneren Meeresmilieu, das
in seiner Zusammensetzung dem Urmeer vor Millionen von Jahren entspricht
34).
Im Menschen hat Wasser folgende Aufgaben:
Wasser
ist Hauptbestandteil des Blutes, der Lymphflüssigkeit und der Zwischenzell-Flüssigkeit.
Wasser
ist Lösungs- und Transportmittel für die Nahrungsbestandteile.
Sie werden in kleinste Teilchen gespalten und über das Blut in die
Körperzellen transportiert.
Wasser
ist der Temperaturregler unseres Körpers.
Funktion
als Energie- und Informationsträger (hier Einfluss von Elektrosmog)
Wasser
sorgt gemeinsam mit Natrium und Kalium für den Druckausgleich zwischen
Zellen und Gewebe.
Wasser
dient im Verdauungstrakt als Quellmittel.
Wasser
sorgt für den Abtransport der Stoffwechsel-Produkte.
Wasser
sorgt für die Befeuchtung unserer Atemwege und des Auges.
Wasser
bietet Schutz für das ungeborene Kind im Mutterleib.
Es ist wahrscheinlich. dass eine Informationsaufnahme
über eine Veränderung der Wasserstruktur erfolgt - dies könnte
beispielsweise in Form von Schwingungen innerhalb der verketteten Moleküle
geschehen (W.Ludwig). Dabei spielt die Größe der spezifischen
Wasseroberfläche eine wichtige Rolle. Nach Resch/Gutmann sind gerade
die Wassermoleküle an Phasengrenzflächen 35) für die Informationsaufnahme
besonders wichtig. Dies veranschaulicht auch den Verschüttelungsprozess
bei der Herstellung homöopathischer Präparate: Die dadurch erzeugte
große Oberfläche zwischen der Luft, zu verdünnender Lösung
und Lösungsmittel ermöglicht die Informationsweitergabe
von der verdünnten Lösung an das Lösungsmittel.
Die Fähigkeit des Wassers, Informationen aufzunehmen, ist
für lebende Organismen von besonderer Bedeutung: Zum einen fungiert
Wasser als Informationsvermittler im Organismus selbst (Resch/Gutmann),
zum anderen werden z.T. lebenswichtige Informationen von außen über
das Wasser in den Stoffwechselprozesseingegliedert 36).
d) Mythos Wasser
Wasser ist der Beginn allen Lebens. Fast alle Schöpfungsmythen
- so auch die jüdisch-christlichen - beginnen damit, dass am Anfang
der Schöpfung die Urwasser vorhanden waren aus denen die Erde und
dann alles Leben entstand. Nach den Forschungen der Naturwissenschaftler
ist Leben tatsächlich aus Wasser entstanden und auch der Mensch hatte
als Entwicklungsstufe ein Wasserwesen. Bei der Entwicklung des Fötus,
der ja im Fruchtwasser schwimmt, kann man diese Stufe heute noch nachvollziehen.
Schon prähistorisch ist der Zusammenhang Wasser - Mond - Frau als
ein anthropokosmischer Fruchtbarkeitskreis aufgefasst worden. Auf den
neolithischen Vasen ist das Wasser durch das Zeichen »vvvvvv«
dargestellt: Dies ist auch die älteste ägyptische Hieroglyphe
für fließendes Wasser. Altsteinzeitlich symbolisierte die Spirale
die aquatische und lunare Fruchtbarkeit; sie findet sich auf weiblichen
Idolen und deuten auf jene Lebens- und Fruchtbarkeitszentren 37).
Das
Wasser ist keimtragend, ist Lebensquelle für alle Ebenen des Seins.
Daher finden wir in vielen Mythen, dass nicht nur die Welt, sondern auch
der Mensch selbst aus dem Wasser geboren wird. In Europa gibt es zahllose
»Kinderbrunnen«, »Kinderteiche«, »Kindliseen«
und »Bubenquellen«, aus denen die Frauen ihre Kinder bekommen
bzw. aus denen der Storch sie bringt. Dieser Storch heißt im Märchen
»Adebar«; dies kommt von ode-bar, dem Lebensbringer. Unser
Wort »Seele« hat ihre Wortwurzel aus dem See. Aus ihm kommen
die Kinder und wenn wir sterben gehen wir wieder in die See (Meer) zurück,
wo nach Überlieferung die keltischen und germanischen Fürsten
auf einem Boot mit Scheiterhaufen brennenderweise gegen Westen in die
See gestoßen wurden. So wie die Sonne im Westen stirbt und im Osten
wiedergeboren wird, so erhoffte man die Wiedergeburt aus dem »Kindersee«.
Das Lebenswasser als kosmogonisches 38) Symbol ist nicht nur heilend,
sondern es verjüngt und gibt ewiges Leben. Lebendiges Wasser, Jungbrunnen,
Lebenswasser usw. sind mythische Formeln ein und derselben religiösen
und metaphysischen Realität: Im Wasser ist das Leben, die Kraft und
die Ewigkeit. Jenes Wasser ist freilich nicht jedem und nicht auf jede
Art und Weise erreichbar.
Es wird von Ungeheuern bewacht, es ist zu ihm schwer vorzudringen oder
die Erlangung bedarf einer Reihe von Einweihungen und Prüfungen 39).
In
vielen Kulturen, wie auch in unserer Heimat wurde der Lebensbaum verehrt,
an dessen Wurzeln das Lebenswasser entsprang. Bei den Kelten wurde die
Weltesche Yggdrasil verehrt. Dieser Baum hatte drei Wurzeln
und an jeder dieser Wurzeln war ein Brunnen. An der ersten war der Urdar-Brunnen
der drei Nornen Urd, Verdandi und Skuld, die die Zweige des Baumes begießen.
Die Nornen waren die Hüterinnen des Lebenswassers, die Spenderinnen
und Förderinnen des Lebens und wurden als Fruchtbarkeitsgöttinnen
verehrt oder als Geburtshelferinnen um Hilfe angefleht. An diesem Brunnen
holten sich die Asen, die germanischen Götter, ihre Kraft und hielten
Gericht. An der zweiten Wurzel war der Mimirsbrunnen, nach dem Weisen
Mimir benannt. Aus diesem Brunnen schöpfte man das Wasser der Weisheit
und hier holten sich die Riesen Kraft und Weisheit. An der dritten Wurzel
war der Hvegenir, der rauschende alte Kessel der Todesgöttin Hel
an dem sich die Unterwelt Kraft holte 40).
Man findet dieses Lebenswasser auch entweder im Paradies oder in der
endzeitlichen Vollkommenheit.
Ein Strom entspringt in Eden, der den Garten bewässert;
dort teilt er sich und wird zu vier Hauptflüssen, Pischon, Gihon,
Tigris und Eufrat. (Genesis 2, 10)
Vision Ezechiels: ...dieses Wasser (des endzeitlichen Tempels)
fließt in das östliche Land, es strömt in die Araba hinab
und läuft in das Meer des schmutzigen Wassers. So wird das schmutzige
Wasser gesund. Wohin der Fluss gelangt, da wird alles, was sich regt,
leben können, wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.
(Ezechiel 47, 1-12)
Und er zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie
Kristall; er fließt vom Thron Gottes und des Lammes her. In der
Mitte des Platzes der Stadt und in der Mitte des Stromes zu seinen beiden
Seiten steht der Baum des Lebens. Jeden Monat bringt er seine Frucht,
und die Blätter seines Baumes heilen die Völker. (Offenbarung
22, 1-2)
Die Zahl der heiligen Flüsse und Quellen in Europa ist groß
und ihre lebensspendende, heilende Wirkung wird in den Legenden und Sagen
gepriesen bzw. von griechischen und römischen Schriftstellern beschrieben.
Die Antwort für diese göttlichen Geschenke, Leben und Heil,
war die Verehrung der Gottheiten, die hinter den lebendigen Wassern gespürt
wurden.
Diese Verehrung der Quellen und Brunnen in unseren Landen war schon in
urgeschichtlicher Zeit ein wichtiges Element religiösen Lebens. Dem
geheimnisvoll aus dem Erdboden hervortretenden Wasser in Germanien und
Gallien wurden diesen Naturerscheinungen göttliche Kräfte zugeschrieben,
bzw. wurden später die Brunnen und Quellen Wohnorte von göttlichen
Wesen. Man opferte … an den Quellen und Brunnen und bekränzte
sie mit Laub und Blumengewinden. Heilige Quellen entsprangen im Schatten
heiliger Bäume bei den Heiligen Hainen, heiligen Tempeln, wie wir
es späteren Nachrichten entnehmen (Adam v. Bremen) oder aus der Errichtung
von Kirchen, Kapellen und Klöstern an quellenreichen Orten schließen
können, deren Wahl sich häufig daraus erklären lässt,
dass sich hier schon ein heidnisches Heiligtum befand (K. Helm). Zu diesen
schriftlichen und volkskundlichen Überlieferungen kommen nun die
ständig sich mehrenden archäologischen Zeugnisse für Quellenkunde
in der jüngeren Steinzeit, der Bronze- und Eisenzeit. Weihegaben
in Gestalt von Tongefäßen, von verschiedenen Werkzeugen und
Waffen aus Stein und Metall, auch von Figürchen und schließlich
von Münzen wurden entweder aus den Quellen und Brunnenfassungen geborgen
oder in deren nächster Umgebung gefunden.
e) Von Nymphen und Wassergöttinen
Die Griechen nannten die Wassergöttinnen Nymphen, die meist
in der Mehrzahl auftraten. Zu der allgemeinen Bezeichnung wurde sie zudem
mit einem örtlichen Namen ergänzend beschrieben, wie z.B. Nymphe
Almatea oder Nymphe Kastalie. Wie die Nornen waren sie Göttinnen,
die für Fruchtbarkeit, Gesundheit und Erziehung zuständig waren.
Fast alle griechischen Helden wurden von Nymphen erzogen, ja selbst Zeus
wurde in Kretien in einer Höhle von der Nymphe Almatea großgezogen.
Nymphen erhielten erst ihren Eigennamen als Personifikation einer Quelle
oder eines Wasserlaufs. An der Quelle der Marne besaß die Dea Matrona
eine mit Badeanlagen verbundene Tempelanlage. Die Seine entsprang in der
Cella des großen Tempels der Dea Sequana. Die Namen dieser Heiligtümer
sind nicht nur durch die Weihegaben sondern auch durch bildliche Darstellung
und durch Inschriften auf Weihesteinen und Altären dokumentiert.
Besonders die Heilquellen waren Zentren großer Verehrung der Nymphen.
Tiefere
Zusammenhänge verbinden nach ursprünglichen Vorstellungen die
mütterliche Erde und das fruchtbringende Wasser mit aller Geburt.
Beim griechischen Hochzeitskult warf man Puppen und Tonfiguren als Votivgabe
für reichen Kindersegen in die Nymphenquelle, aus der auch Wasser
für das Brautpaar geschöpft wurde. Um diese Nymphenquelle wurde
dann der Hochzeitsreigen getanzt, als Huldigung an die tanzfrohen Nymphen.

Die Najaden waren die Herrinnen und Spenderinnen der
quellenden und rinnenden Gewässer. Als erdverbundene Naturwesen wohnten
die Najaden in schattigen Höhlen und Grotten in deren Nähe oder
im Inneren eine Quelle entspringt. Erde, Wasser und Fruchtbarkeit gehören
eng zusammen. So sind die Nymphen nicht nur Erdgottheiten (Chtoniai) sondern
auch Herrinnen des feuchten Elementes, das die Erde fruchtbar macht und
sind zugleich Göttinnen des Wachstums im weitesten Sinne. Das Quellwasser,
das sie spenden, lässt Pflanzen sprießen und die Früchte
der Felder und Gärten gedeihen.
f) Christliche Ouellheiligtümer
Gründungslegenden von Kirchen, Kapellen und Klöstern,
beschreiben als Gründungsanlass oftmals eine Quelle, die auf wunderbare
Weise hier entsprungen ist. Nun übernimmt meist die Jungfrau und
Gottesmutter Maria die Tradition und damit Heilwirkung und Schutz dieser
Quelle. Auskunft über Art und Heilwirkung dieses Wassers geben die
Mirakelbücher mit ihren Wunderbeschreibungen. In Österreich
haben wir viele kleine und große Heiligtümer und Ortsnamen
mit -brunn, die die alte Tradition des Quellkultes weiterführen;
Mariabrunn, Maria Fieberbrünnl, Maria Saal., Maria Schutz in Bad
Leonfelden usw., seien als Beispiele dafür genannt 42). Die meisten
Wallfahrtsorte haben
als Zentrum ihres Kultes eine Heilige Quelle, von der man sich Heilung
an Leib und Seele erhofft. Heil, Heilung und Heilig stammen ja aus derselben
Sprachwurzel!
Da aus den »Heiligen Bründln« Wasser mit viel Lebensenergie
und reicher »Information« fließt,
ist es besonders wichtig, wie solche Quellen zu Brunnen gefasst werden,
damit dieser Reichtum nicht verloren geht. Unsachgemäßer Umgang
mit diesem Wasser, wie beispielsweise durch Plastikverrohrung des Quellwassers
(Maria Fieberbrünnl in der Steiermark) oder die Frostschutzheizung
in Bad Leonfeldens Marienbründl kann dies bewirken.
In diesem Zusammenhang möchte ich hinweisen, wie das Wasser der
Quelle entnommen werden sollte, damit die Heilwirkung, die Lebensenergie
und der Informationsgehalt erhalten bleibt:
Natürliche
Materialien, wie Holz, Stein oder Glas für die Brunnenfassung verwenden.
Ideal ist beispielsweise das gleiche Steinmaterial zu verwenden, das in
der näheren Umgebung des Brunnens zu finden ist.
Runde
Formen der Brunnengestaltung.
Runde
Form des Behälters (lichtgeschützt), mit der man das Heilwasser
heim trägt und aufbewahrt.
Antike
Amphoren oder die Krugformen alter Volkskunst sind ideale Beispiele für
solche Formen.
In eckigen
und kantigen Behältern verflüchtigen sich diese Lebensenergien
rascher.
Nicht
mit Pumpen fördern. Unter Druck setzen, mit den üblichen Schaufelrädern
das Wasser verwirbeln stört die Struktur des Wassers.
Keine
Kunststoffe verwenden. da aus entropischen 43) Gründen diese aus
ihrer Umgebung Energie abziehen, d.h. es wird dem Wasser Lebensenergie
entzogen.
Elektrische
und elektromagnetische Felder, im Besonderen die Hochfrequenzen stören
den Informationsgehalt von Heilquellen-Wasser.
Wenn Sie
das Heilwasser entnehmen, danken Sie dem Schöpfer (Maria, der Natur
usw., je nach Ihrer Glaubensauffassung) für dieses köstliche
heilende Nass. Segne den Ort und das Wasser für die nächsten,
der hier an diesem Wasser Heilung erlangen möchte.
g)
Wasserinformationen
Wasser von Heilquellen heben außer den mineralischen Wirkstoffen
eine hohe Potenz von Lebensenergie und sind reich an heilenden Informationen,
die man biokybernetisch mit der Bovisskala feststellen kann. Ähnlich,
wie in der Homöopathie, gibt es die Möglichkeit, die Heilwirkung
auf den Menschen auszutesten, beispielsweise mit Biotensor, Elektro- akupunkturmessung
nach Voll, kinesiologisch usw. Vielen Bründeln sagt man nach, dass
sie gut für die Augen oder für die Lieb’ seien, doch sollte
man die tatsächliche Heilwirkung mit den genannten Möglichkeiten
überprüfen. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass in der
Regel die Wirkung des Wassers unterschiedlich auf jeden Menschen wirkt.
Man kann zwar grob einteilen und sagen, auf die meisten Männer (bzw.
auf die meisten Frauen) wirkt dieses Wasser auf dieses Organ, Chakra oder
Funktion, nicht jedoch bei allen.
Gibt es Erklärungen dafür, wie das Heilwasser zu seinen Energien
und Informationen kommt?
Ein vorsichtiger Versuch einer Erklärung sei nun angefügt, ohne
Anspruch auf Vollständigkeit und auch ohne Entmythologisierung der
Wirkungen einer Heiligen Quelle. Mit William Shakespeare möchte
ich sagen: Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als es sich der
Mensch erdacht.
a) Energetisierung durch den Strömungseinfluss im Wasserlauf:
Durch Wasserströmungen im Inneren des Berges oder durch die Kiesel
des Grundwassers entstehen Verwirbelungen, die das Wasser energetisieren.
John Wilkes erreicht mit seinen Flowforms-Wasserkaskaden 44) eine ähnliche
Wirkung. Im Volksmund sagt man, dass das Wasser über »7 Steine«
fließen muss, dass es gesund ist.
b) Übertragung der positiven Erdenergien auf das Quellwasser:
Fließt und verweilt das Wasser auf Geomantischen Zonen, Sakralzonen
oder sonstigen energie- aufbauende Plätzen, so übertragen sich
diese Energieschwingungen auf das Wasser. Je nach lntensität und
Schwingungsmilieu dieses Kraftortes stellt sich die Heilwirkung dieses
Wassers ein. Wie das Schwingungsmuster eines Musikstückes, ist jenes
des Kraft- oder Sakralortes einmalig auf dieser Erde und ist gleichsam
das Wesen dieses Ortes. So ist auch verständlich, dass die Wirkung
jeder Quelle einmalig und individuell ist. Dieses Einmalige drückte
man in früheren Zeiten durch die Quellgöttin aus. Die göttlichen
Kräfte dieser Erdenergien werden in unserer Kultur der Fürsprache
Mariens oder der einer/s Heiligen zugeschrieben. Wenn auch die Ausdrucksweise
verschieden ist, so handelt es sich vielfach um die gleiche Kraft.
c) Aufnahme von kosmischer Energie:
An manchen Quellen oder Brunnen wirken - zuweilen zusätzlich zu den
Erdenergien - die kosmischen Energien, wie beispielsweise von »kosmischen
Einstrahlpunkten«, von Energien von Planeten, Sternbildern oder
Fixsternen. Es handelt sich um ähnliche Wirkungsprinzipien, die wir
von der psycho-logischen Astrologie her kennen. Das heißt zum Beispiel,
dass die Quelle mit den Kräften des Sternbildes des Stieres früher
eine Diana oder Venus-quelle war und das Hell der Augen bewirkte und Liebenden
Harmonie verhieß. Theodor Schwenk hat in seinem Forschungslabor
nachgewiesen, dass lebendiges Wasser unterschiedlich bei verschiedenen
kosmischen Konstellationen reagiert. Vor allem der Mond hat eine besondere
Wirkung auf das Leben des Wassers. Mit seiner Tropfbildmethode hat Schwenk
einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Lebendigkeit des Wassers beigetragen
45).

Masuro Emoto:
DVD - Die Botschaft des Wassers, J. Kamphausen Verlag, ASIN 3899010795
Buch - Die Botschaft des Wassers, Mai 2002, Koha Verlag, ISBN 3929512211
Buch - Die Antwort des Wassers, November 2002, Koha Verlag, ISBN 3929512939
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